Am 12. September 2005 wurde im Stift Melk der österreichische Teil des Jakobswegs, der von Stift Göttweig nach Stift Melk führt, eröffnet.
Auf dem Jakobsweg pilgern seit dem Mittelalter Christen nach Santiago de
Compostela zum Grabmahl des Hl. Jakob. Ausgangspunkt des österr. Jakobswegs ist
die Hainburger Pforte. Von dort folgt der Weg donauaufwärts den Spuren der von
den Römern erbauten Donaulimesstraße durch Wien, über Linz und Innsbruck bis
Feldkirch. Von Wien bis Santiago de Compostela sind 3.200 km zurückzulegen. Der
Weg zwischen Göttweig und Melk ist rund 44 km lang und ist in ca. 12 Stunden zu
bewältigen.
Neben vielen prachtvollen Stiften, Klöstern und Kirchen
liegen an diesem Abschnitt auch die beiden berühmten Benediktinerstifte
Göttweig und Melk
. Sie sind zwei leichte Tagesmärsche voneinander entfernt.
Die beiden Benediktinerstifte am
Beginn und Ende der Wachau - seit 2000 Weltkulturerbe
- gehören mit zu den wichtigsten Stationen des österreichischen
Jakobswegs. Weitere Stationen entlang der Strecke sind die Wallfahrtskirche
Maria Langegg, die Burgruine Aggstein sowie die Hammerschmiede und die Kartause
in Aggsbach.
Die Wiederbelebung des österreichischen Teilstücks geht auf die
Initiative des Waldzellinstituts zurück. Diese Initiative folgt einem Trend zum
spirituellen Wandern, der sich seit mehreren Jahren abzeichnet und zu einer
Belebung auch anderer Pilgerwege geführt hat.
Entlang
des österreichischen Streckenabschnitts kann man sich an speziellen Stationen
über den gesamten Jakobsweg informieren.
